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Florenz & das Chianti - Kunst - Genuss - Natur

Florenz & das Chianti - Kunst - Genuss - Natur pur

In der toskanischen Hauptstadt sind die Wurzeln der Renaissance zu finden, die sich in der Kunst, der Kultur und außergewöhnlichen Gärten wiederspiegelt. Villen und Gartenanlagen entstanden bereits zu Beginn des 15. Jh. in Florenz und auf den nahegelegenen Hügeln. Rasch verbreitete sich der Renaissancegarten, auch «italienischer Garten» genannt, im restlichen Italien und schließlich in Europa.

Im frühen 20. Jh. kommt es zur Wiederentdeckung der Renaissance und zur Wiedergeburt des Renaissancegartens, wovon prächtige Bespiele um und in Florenz zeugen. Bereits in der Frührenaissance erfolgte die Hinwendung zur Natur. Unbestritten bleibt die Schlüsselrolle der Medici-Fürsten bei der Entwicklung der toskanischen Villa und des italienischen Renaissancegartens, allen voran Lorenzo Il Magnifico.

Die Familie Medici suchte das Leben im Freien und die Kontemplation der Natur, indem sie Orte schuf, an denen der Mensch mit den Elementen der Natur verschmolz. Zudem förderte sie nicht nur große Künstler, Architekten und Gelehrte, sondern bescherte dem Volk das mächtigste Bankensystem der damaligen Zeit.

Das Chianti-Gebiet umfasst die Hügellandschaft zwischen dem Becken des Flusses Arno südlich von Florenz und dem Ombrone nördlich von Siena. Der historische Kern besteht aus den Gemeinden Castellina, Radda und Gaiole, in der Provinz von Siena, die bereits im 13. Jh. in der sog. «Lega des Chianti» vereint waren. Ihr Symbol ist der berühmte Schwarze Hahn. Aus geografischen sowie administrativen Gründen kam es zur Umverteilung einiger Gemeinden des Chianti an Florenz und an Siena. In der Zone des Chianti befinden sich heute noch zahlreiche ausschweifende Wälder. Dies, obwohl im letzten Jahrhundert ein ansehnlicher Teil dem Anbau von Reben wich, um der Nachfrage nach dem zum Kult gewordenen Chianti-Weinen nachzukommen. Der Name Chianti wird mit dem berühmten hier erzeugten Wein in Verbindung gebracht, aber auch mit der bezaubernden Landschaft. Der Wein findet seinen antiken Ursprung in der Zeit der Etrusker und wurde bereits ab dem 17. Jh. nach England exportiert. Ursprünglich bestand er aus den schwarzen Rebsorten «Sangiovese» und «Canaiolo» sowie den weißen Trauben «Malvasia» und «Trebbiano». Ab September verfärben sich die Blätter der Rebsorten des etwa 70'000 ha umfassenden Territoriums des Chianti Classico. Die Braun-, Gelb- und Rotfarbschattierungen schenken der Landschaft ihre leuchtende Herbststimmung. Das Chianti-Gebiet stellt so, dank ihrer Geologie, Landwirtschaft, Wäldern, Architektur, Farben und Formen eine harmonische Einheit dar, die unverwechselbar und einmalige ist.

Florenz & erste Besichtigungen

Geführter Kultur-Spaziergang durch Florenz Um in die Atmosphäre und die Geschichte der Stadt einzutauchen, begeben Sie sich mit unserer Kunstexpertin auf einen ersten Rundgang. Aperitif im Palazzo mit Renaissance-Garten mitten im Stadtzentrum, innerhalb der Stadtmauern im Palast einer Florentiner Adelsfamilie, befindet sich der äußerst gepflegte, originale Renaissancegarten, in dem für Sie der Aperitif bereit steht. Beim Willkommen-Abendessen in einer typischen Trattoria im Zentrum von Florenz, unweit vom Hotel, wird die traditionelle toskanische Küche gehuldigt.

Ausflug außerhalb und innerhalb der Mauern von Florenz & Goldschmied Handwerk

Ab dem 16. Jh. wurden auf den Abhängen des «Monte Morello» in sonniger Panoramalage zahlreiche Villen mit prachtvollen Gärten errichtet. Die Vorliebe der Medici und anderer nobler Florentiner Familien für diesen Hügel ist offenkundig.

Giardino di Castello, handelt es sich um den ersten und vielleicht faszinierendsten Medici-Garten, der seit 1477 im Eigentum der Familie ist. Niccolò Pericoli, Tribolo genannt, erhielt 1537 von Cosimo I den Auftrag, diesem Garten Form zu verleihen. Um ein zentrales Zypressen-Labyrinth und in der Achse mit der Tiergrotte, stellt der Garten eine Allegorie der Herrschaft der Medici dar. Eine der botanischen Kuriositäten sind die Zwergbirnenbäume, platziert gemäß dem Vorbild der Renaissance in der Mitte der Blumenbeete des Parterres. Durch die in der Villa untergebrachte Sammlung der von Justus Utens geschaffenen 14 anmutigen «Lunetten», in denen er die Medici-Villen um 1599 in einem Zyklus repräsentiert, ist der Garten um eine Attraktion reicher. Die präzisen, mit unendlich vielen liebevoll gestalteten Details angereicherten Illustrationen der Gärten der Spätrenaissance stellen ein Unikum dar.

Nachdem Sie in der Villa di Castello auf einer der «Lunetten» des Justus Utens das ursprüngliche Aussehen dieses Medici-Gartens studiert haben, erklärt Ihnen unsere Landschaftsarchitektin die im Laufe der Jahrhunderte vorgenommenen Umgestaltungen der Villa della Petraia. Auch diesen Renaissancegarten, ein Hanggarten mit drei Terrassen, konzipierte Tribolo. Trotz verschiedener bedeutender Eingriffe nähert sich die heutige Gartenanlage der ursprünglichen aus dem 16. Jh. weitgehend an. Die Terrasse vor der Villa wurde Piano della Figura nach der Skulptur auf dem zentralen Brunnen benannt. Auf der darunterliegenden Terrasse präsentiert sich ein weitflächiges Parterre, unterteilt in Beete und bepflanzt mit Zwergbirnbäumen, entsprechend dem Giardino di Castello. Die dekorativen, geometrischen Blumenbeete sind dagegen ein großartiges Beispiel eines Blumengartens aus dem 19. Jh.

Light LunchKulturführung in Florenz Am Nachmittag steht Ihnen nach einer zweistündigen Kultur-Führung in Florenz Zeit zur freien Verfügung.

Besuch einer traditionellen Goldschmiedewerkstatt Die Goldschmiedekunst gehört zu den Exzellenzen des «Made in Italy». In Florenz praktizieren und beherrschen noch einige Goldschmiede die antike Kunst der Bearbeitung wertvoller Metalle. Abendessen in einer gemütlichen Osteria-Vinothek in Florenz

Ausflug in das Gebiet des Chianti, Genießen & Genuss-Shoppen

Sie erleben auf einem Tagesausflug diese einmalige Kulturlandschaft und erfahren von der Geschichte des Gebietes und dem Wandel seiner Landschaft. Zusätzlich werden Ihnen Insiderinformationen zum Chianti Wein vermittelt.

Besuch eines Weingutes Um den Ort Radda in Chianti scheint sich eine Vielzahl von Hügeln mit Weinbergen wellenförmig bis ins Unendliche auszudehnen. Hier besuchen Sie ein idyllisch gelegenes Weingut, das durch seine hervorragenden, prämierten Weine immer häufiger von sich reden lässt. Nach einem Spaziergang durch den Weinberg und den Gemüsegarten werden Ihnen bei einer Verkostung die Spitzenprodukte des Hauses serviert.

In Panzano steht das Mittagessen im urigen Lokal, welches einer traditionellen Metzgerei angeschlossen ist, im Zeichen der Bistecca alla Fiorentina. Dario, der in achter Generation seit 40 Jahren als Metzger die Familientradition mit höchster Qualität unter Respekt der Tiere hochhält, ist zum Popstar in der Toskana aufgestiegen. Von ihm erfahren Sie auch alles zur antiken Rasse des «Chianina-Rinds» und rund um die Bistecca alla Fiorentina. Selbstverständlich sind auch Vegetarier herzlich willkommen, die ebenfalls voll auf ihre Kosten kommen.

Spaziergang & Genuss-Shoppen im Ort Greve in Chianti Im Anschluss an den Spaziergang im charakteristischen Ort Greve in Chianti, im Herzen des florentinischen Chianti-Gebiets, erhalten Sie die Möglichkeit zum Genuss-Shoppen. Rückfahrt nach Florenz über die Hügel des Chianti

Besuch zweier Gärten außerhalb der Mauern von Florenz & Seidenfabrik

Villa I Tatti ist eines der ersten und ein hervorragendes Beispiel für das Revival des italienischen Gartens. Vom Kunstkritiker Bernard Berenson und seiner Ehefrau Mary beauftragt, schuf der englische Architekt und Landschaftsgestalter Cecil Pinsent Anfang des 20. Jh. diesen speziellen Garten auf vier Ebenen. Pinsent, voller Bewunderung für die Modelle des «italienischen Gartens» der Vergangenheit, wollte die formale Harmonie dieser Gärten wie etwa jenes der «Villa Gamberaia» wieder herstellen. Berenson vererbte das gesamte Anwesen der Harvard Universität, die viele Jahre wenig in den Garten investierte. Dank einer bedeutenden Schenkung der 1984 verstorbenen Mitbegründerin des Readers Digest, Lila Acheson Wallace, begann eine umfangreiche, 30 Jahre dauernde Restaurierung. Die letzten Interventionen wurden 2010 beendet und heute erstrahlt der Garten in vollem Glanz. Unsere Landschaftsarchitektin erklärt Ihnen historische und architektonische Hintergründe der zu den sog. «anglo-florentinischen» zählenden Anlagen. Die aus der Schweiz stammende Gärtnerin, die ihr Reich liebevoll pflegt, berichtet über ihre spannende Tätigkeit. Light-Lunch.

Villa Gamberaia Die weltberühmte Villa ist ein perfektes Beispiele für Gartenarchitektur und Quintessenz des Renaissancegartens. Obschon der Originalgarten auf das 17. Jh. zurückgeht, entwarf Prinzessin Ghyka von Serbien im späten 19. Jh. die berühmten Wasserterrassen. In einem Rundgang mit unserer Gartenexpertin bestaunen Sie das um einen Springbrunnen angelegte, einzigartige Wasser-Parterre mit seinen vier Becken. Die sog. Bowling Allee eine Längsachse von 225 m, stellt das zentrale Element des Gartens dar. Sie öffnet sich gegen den Süden in Richtung des Arnotals. Im Norden, im Nymphäum wird sie dagegen von Jahrhundert alten Zypressen geschlossen.

Besuch einer historischen Seidenfabrik in Florenz Die Kunst der Florentiner Seidenproduktion reicht bis in die Mitte des 14. Jh. zurück. Beim exklusiven Besuch des «Antico Setificio Fiorentino» tauchen Sie in die bunte Welt der Stoffe ein. Die Seide hatte zurzeit der Medici eine enorme Bedeutung. Sogar die Straßen waren zum Empfang von Großherzog Cosimo mit Behängen aus Seide geschmückt. Ab 1786 wird in der Fabrik Seide produziert. Seit einigen Jahren wieder tätig, gilt sie heute als einer der letzten Betriebe, die in der Lage sind, auf handwerkliche Weise Seide herzustellen. Das «Antico Setificio Fiorentino» besitzt neben den hand- und halbmechanischen Webstühlen aus dem 18. Jh. sogar einen noch funktionierenden, den der Universalgelehrte Leonardo da Vinci im 15. Jh. entwarf. Abendessen in einem traditionsreichen, eleganten Restaurant in Florenz

Besuch eines Gartens innerhalb der Mauern von Florenz & Mittagessen

Besuch des Giardino Bardini Ein Spaziergang in einem bemerkenswerten Garten innerhalb der Mauern der Stadt, der mit einem traumhaften Panorama aufwartet und Ihnen einen wundervollen Abschieds-Blick auf Florenz gewährt, bildet den Abschluss dieser Reise. Der Giardino Bardini existierte wahrscheinlich bereits im Mittelalter und wurde nach dem letzten Besitzer, einem Antiquitätenhändler und Kunstsammler benannt. Nach einem fast 80 Jahre dauernden Dornröschenschlaf und seiner 5 Jahre anhaltenden Restaurierung, ist der Garten seit dem Jahr 2005 wachgeküsst. Im Zuge dieser Arbeiten, welche das Ergebnis einer wissenschaftlichen Rekonstruktion darstellt, wurde unter anderem die steile Barocktreppe renoviert. Auch neue Elemente fanden Einzug in den Garten. Verschiedene botanische Sammlungen bereichern heute den Giradion Bardini. Die beeindruckenden Details erläutert Ihnen unsere Landschaftsarchitektin, die an diesem umfangreichen Projekt mitwirkte. Mittagessen Bevor es Richtung Flughafen geht, genießen Sie das Mittagessen in einem schicken Restaurant, das einer kleinen Gärtnerei angeschlossen ist. 

Die Reise wird ab Florenz von Frau Dr. Ursula Prügger begleitet. Die Führungen erfolgen durch eine Expertin der Kulturgeschichte in Florenz in deutscher Sprache und eine Landschaftsarchitektin in italienischer Sprache gedolmetscht durch Frau Dr. Ursula Prügger.